Teilzeit NÖ
Weshalb werden eigentlich Teilzeit-Modelle so ungern gesehen, um nicht zu sagen totgeschwiegen?
Ist die Compliance von Turnusärzten, die gerade kleine Kinder zu Hause haben und nur 3 Vormittage oder 2 pro Woche da sind, nicht höher?
Könnten sich die nicht an den freien Tagen vielleicht ein bisserl einlesen in bestimmte Fälle, was sie sonst eher nicht machten? Vielleicht würden sie, oh Gott, sogar gerne arbeiten???
Und nicht zuletzt, wär das für die Kinder vielleicht nicht schön???
Ich glaub auch, dass viele TA in Teilzeit auf ein bisserl Geld verzichten würden, wenn denn der Teitzeitturnus nur einfach aus Spargründen nicht angeboten wird. Wär doch einen Versuch wert, oder?
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Danke mal für Deine ausführliche Antwort.
Was spricht denn gegen das Teilen eines Turnus, wenn mann einen Zweiten dafür findet?
Das ist doch dann genauso planbar wie eine volle Stelle.
Die beiden teilen sich die Vormittage abwechselnd 2:3 und 3:2 und die Dienste werden eingeteilt wie bei allen anderen Vollzeitstellen und die Beiden machen sich untereinander aus, wer welchen macht.
Druck und Mobbings gibts doch nur, wenn was als unfair erachtet wird, oder.
Wer neidig ist, solls doch auch machen...
Ich kann nur von mir ausgehen, hab zur Zeit Kinder von 15 Monaten bis 12 Jahren und möchte sobald der Kleinste in den KiGa kommt Turnus machen.
Ich habe aber nicht Kinder bekommen, damit ich 70 Stunden die Woche in der Arbeit bin und wenig Zeit für sie habe - und es ist mir egal, wenn mein Turnus 6 Jahre dauert und ob ich 100 € mehr oder weniger dafür bekomme.
Die Alternative ist gar nichts machen, weil was kann man als Mediziner ohne Turnus schon anfangen?
Ich stell mir mal vor, dass ich nicht die Einzige bin, der es so geht und solange man da nicht flexibler ist, braucht man mir nicht mit Ärztemangel kommen.
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Ich denke, was Egoist auch gemeint hat.
Teilzeit = Kinder (in der Regel) = kapriziös bei Einteilung von Wochenend und Feiertagsdiensten.
Gerade bei jemandem, der sagt, er will wegen seiner Kinder nicht 70h/Woche arbeiten, geht man dann oft davon aus, daß er wegen der Kinder auch nicht an einem Sonntag, an Weihnachten, an Ostern und wasweißichwannnoch arbeiten will.
Weiß nicht ob das auf Dich zutrifft, aber das ist zumindest das Vorurteil, das sich mir aufdrängt und ich denke, vielen anderen auch.
Oder wenn ungeplante Überstunden anfallen.
Wenn Du einen Deiner 3 regulären Tagdienste hast, planmäßig um 13h heimgehen kannst, aber sich dann die OP, wo Du assistierst, ungeplant verlängert. Aber andererseits Deine Kinder um 13.45 vom KiGa abholen müßtest? Alles stehen und liegen lassen und ein anderer übernimmt Deine Assistenz? Wird halt nicht gern gesehen.
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Teilzeit = Kinder (in der Regel) = kapriziös bei Einteilung von Wochenend und Feiertagsdiensten.
Gerade bei jemandem, der sagt, er will wegen seiner Kinder nicht 70h/Woche arbeiten, geht man dann oft davon aus, daß er wegen der Kinder auch nicht an einem Sonntag, an Weihnachten, an Ostern und wasweißichwannnoch arbeiten will...
als mutter zweier kinder reiß ich mich nahezu um die Wochenenden, da ich dann wenigstens weiß, daß meine kinder von ihrem papa gut betreut werden, während er unter der woche nicht so leicht am nachmittag heimgehen kann, um die kids aus der krippe/kindergarten zu holen.
daß ich an einem 24. nimmer dienst machen will, stimmt, aber es gibt ja genug andere möglichkeiten, dienste zu machen, um sich bei kollegen zu "revanchieren". (silvester, 1.1., ostermontag/dienstag ,irgendwein fenstertag, 26.12. etc...)
aber bitte,vielleicht bin ich auch eine ausnahme, die es unter umständen manchmal entspannender finden kann, im kh dienst zu machen als daheim eine rasselbande zu bändigen.
ich kenne auch die sorte TÄinnen, denen das spital und/oder der arztberuf in wahrheit vollkommen wurscht sind und die sich immer aus allem rauswinden, das argument "aber ich hab ja ein kind daheim!" läßt sich eben schwer ignorieren! und das wird sicher oft genug als killerargument auf den tisch geschleudert, leider!
aber generell diese vorurteile, als "arbeitsunwillig" zu gelten, nur wenn man daheim kinder hat, finde ich einfach zum speiben.
Man kann nicht immer 100% für das KH, einen (viell. ungeplanten) Dienst oder eine länger dauernde Op da sein, aber wenn das ein kinderloser mensch kann, tut er mir ehrlichgesagt auch leid, daß er nix anderes in seinem leben hat.
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Ich habe aber nicht Kinder bekommen, damit ich 70 Stunden die Woche in der Arbeit bin und wenig Zeit für sie habe
das problem ist, dass man mit 18 noch nicht weiss, dass man als Frau mit Kinderwunsch in der Medizin nichts zu suchen hat! Es ist nun mal ein Beruf den man entweder voll oder gar nicht machen kann!
Zieh die 3 Jahre durch, dann mit Ius auf 20 Std. Basis stumpfsinniges Blutabnehmen in nem Labor! Damit hast du Zeit für deine Kinder und verdienst auch einwenig nebenbei!
Verstehe einfach nicht wieso man sich als Frau das Leben so unnötig schwer machen muss, wo es doch da draussen so viele schöne familienfreundliche Jobs gibt...teilweise muss man sagen...selber schuld!
Dzt gibt es aber 60% Frauen und 40% Männer im Turnus! Früher oder später (vll in 120 Jahren wenn es schnell geht) wird sich einiges ändern müssen.
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Ad golda: Ja, weiß nicht welcher Typus die Ausnahme und welcher die Regel ist. Habe nur das gängige Vorurteil und die Bedenken wiedergegeben.
Aber wieso tut Dir ein Kinderloser leid, der beruflich flexibel ist? Hat nach meiner Erfahrung auch was mit Kollegialität zu tun nicht um 13h oder nach der Dienstübergabe den Kollegen alles hinzuschmeissen und mit "Hinter mir die Sintflut!" abzurauschen.
So haben wir es im Turnus jedenfalls nicht gehandhabt und ich finde wir waren ein vorbildlich eingespieltes Team.
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wie wärs eigentlich anno 2012 wenn die krankenhäuser kinderkrippen/kindergartenplätze für ihre turnusärzte anbieten würden?
und die killerargumente gegen den teilzeitturnus gibts ja nur weil der turnus eine systematische ausbeutung darstellt. ich kann das gar nicht nachvollziehen, hier in schweden sind sowohl beim turnus als auch bei der FA-ausbildung teilzeitmodelle etwas völlig normales und keiner würde es in frage stellen. somit ist auch familie und karriere miteinander vereinbar. und zwar ohne gröbere reibereien. faulpelze gibts auch genug unter den vollzeitkollegInnen.
also ich habe kein verständnig für diese familienfeindliche, reaktionäre einstellung! kein wunder dass kein mensch in diesem land kinder kriegt! das ist ja mitnichten nur im spital so, in der privatwirtschaft läufts ja genauso.
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Mal eine andere Frage. Kann man in Oesterreich eigentlich vier Tage per Woche arbeiten. Dass man also einen Tag unter der Woche frei hat. In Holland und Belgien ist das moeglich und wird sehr oft gewaehlt.
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Also, gehen wir mal von oben genanntem Beispiel von 3 TA auf einer Station aus.
Das heißt für eine Vollstelle alle 3 Jahre Dienst an Weihnachten, Ostern, ..... 2 Teilzeitärzte würden sich damit untereinander abwechseln, also hätte man im ganzen Teilzeit-Turnus von 6 Jahren an jedem dieser Feiertage einmal
Dienst. Das ist kein Vorzug, das ist ganz normale, faire Einteilung. Damit könnte ich wie jeder andere gut leben.
Bei den Wochenenden bin ich der gleichen Meinung wie Golda, hätte kein Problem.
Das Heimgehen ist in der Tat sicher ein Problem. Aber hier kann man ja Grenzen einführen.
Wenn regulär 13 Uhr ist, und ich weiß es dauert mit 100% Sicherheit nicht länger als 16.00 ist das sicher machbar.
Lieber medifuss, ich seh das eben genau nicht so, dass die Medizin ein ganz oder gar nicht job sein muss.
Es ist alles Sache der Planung und natürlich ist auf beiden Seiten Vorraussetzung, dass der Umgang miteinander nicht von vorhinein feindlich ist.
Ich glaub, auch du machst nicht gern Dienst am 24.12.
Den Begriff "kapriziös" find ich ein bisschen übertrieben, man braucht halt fixere Termine und Zeiten, wenn man nicht nur für sich alleine Sorgen muss. Alles was man vorher weiss, ist machbar, alles Sache der Organisation der Person und der Arbeitsstelle.
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Mal eine andere Frage. Kann man in Oesterreich eigentlich vier Tage per Woche arbeiten. Dass man also einen Tag unter der Woche frei hat. In Holland und Belgien ist das moeglich und wird sehr oft gewaehlt.
Ist, denke ich Vereinbarungssache zwischen Dienstnehmer und Krankenhaus.
Ad silvi2412:
1) Das problem ist eben: Im Ablauf eines Krankenhauses weißt Du nichts mit 100% Sicherheit.
Zweitens: Um beim Thema Weihnachten zu bleiben: Ich hatte in den 3 Jahren Turnus in der Tat nur einmal am 24.12. Dienst. Aber auch einmal am 25.12. und einmal am 26.12. Die Feiertage waren also den ganzen Turnus hindurch "angepatzt". Und natürlich auch jedes 2. bis 3. Wochenende
Und auch am Ostersonntag oder an den Fenstertagwochenenden im Mai, an denen Familien gemeinhin gerne was unternehmen.
Und ich hatte auch mal 8 Dienste in einem Monat ohne Heimgehen am nächsten Tag weil mal im Jänner mehrere Kollegen gleichzeitig auf Urlaub bzw. schwer krank waren. --> Zum Thema: Der Ablauf ist nicht 100% planbar.
Wenn Du mit sowas im Notfall kein Problem hast, wirst Du es schaffen. Ich befürchte viele Teilzeitkräfte hätten mit solchen Umständen ein Problem. Aber vielleicht ist das auch nur ein dummes Vorurteil meinerseits.
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@ Silvi2412: Ich glaube schon dass es sehr gut gehen kann, habe während meines Turnus Beispiele für beide Verhaltensweisen geshehen! Eine Kollegin die maximal 1x/ Woche einen Dienst und das immer nur am sleben tag unter der Woche machen wollte und nicht mehr. Pünktlich um 13.00 Uhr die Arbeit fallen gelassen ha, egal wie kut es war und einfach eg war und dann konnten Leute von einer anderen Station dorthin gehen die Arbeit machen anstatt selber nach hause gehen zu dürfen. alles wurde verlangt, Danke gab es nicht. Wochenenden und Feiertag waren tabu. Mag sein dass ich dadurch etwas gebranntmarkt bin. Bei einer anderen Kollegin war es wesentlich besser.
Ich glaube auch hier wäre es Aufgabe des Arbeitgebers für entsprechende Rahmenbedingungen zu sorgen, so dass dies ohne unnötige Streitereien unter den KollegInnen abläuft. Gerade jetzt wo Turnusärzte immer mehr zur Mangelware werden und viele Häuser unterbesetzt sind (Waldviertel, Mostviertel) und teilweise Assistenten und Oberärzte Beidienste machen müssen sind die Rahmenbedingungen extrem schlecht gestaltet und jeder wird um hjede Sekunde Freizeit und jede Abwendung von Arbeit und Stress bis aufs Messer kämpfen, denn auch die die keine Kinder haben möchten gernen IIhre Beziehung oder die Ehe aufrecht erhalten und Mal Kinder bekommen und haben genauso ein recht darauf. Insofern muss man auch diese Seite verstehen.
6 Jahre Ausbildungsdauer ist leider für viele ein sehr großes Problem! Schön wenn es für euch das nicht ist!
Was die sehr schlechte Planbarkeit der Arbeit auf vielen Stationen betrifft kann ich den anderen hier nur zustimmen.
Aber wo jettz so ein Mangel herrscht vielerorts wird sich eh bald was ändern müssen, hoffentlich auch in diesem Punkt zum positiven und nicht das es wieder durch ein paar faule Kolleginnen die Familie als Killeragument verwenden um sich vor allem zu schützen wieder ruiniert wird!
LG,
Egoist
Das einzige was im Leben wirklich zählt, das bin ich!
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Kann dir nur völlig beipflichten, dass das laufende System grossteils für Leute auch ohne Kinder eine enorme persönliche Belastung ist; Grund genug, sich ein besseres System zu überlegen, man muss ja nur den Blick in Länder richten, wo es funktioniert und kann das ja dann einfach auch so machen.
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Ich habe aber nicht Kinder bekommen, damit ich 70 Stunden die Woche in der Arbeit bin und wenig Zeit für sie habe
das problem ist, dass man mit 18 noch nicht weiss, dass man als Frau mit Kinderwunsch in der Medizin nichts zu suchen hat! Es ist nun mal ein Beruf den man entweder voll oder gar nicht machen kann!
Zieh die 3 Jahre durch, dann mit Ius auf 20 Std. Basis stumpfsinniges Blutabnehmen in nem Labor! Damit hast du Zeit für deine Kinder und verdienst auch einwenig nebenbei!
Verstehe einfach nicht wieso man sich als Frau das Leben so unnötig schwer machen muss, wo es doch da draussen so viele schöne familienfreundliche Jobs gibt...teilweise muss man sagen...selber schuld!
Dzt gibt es aber 60% Frauen und 40% Männer im Turnus! Früher oder später (vll in 120 Jahren wenn es schnell geht) wird sich einiges ändern müssen.
was isn das für eine antiquierte einstellung?? omg.. das ist doch genau das problem das wir in diesem land haben!! eine viel zu niedrige reproduktionsquote weil kinderkriegen unattraktiv geworden ist, weil karriere und kind oftmals einem unmöglich gemacht wird (mobbing, nichtvorhandensein einer kinderbetreuungsinfrastruktur), und weil die gesellschaft leider im grossen und ganzen immer noch so familienfeindlich denkt wie du!! ich finde das schrecklich. es gibt länder die die vereinbarung von kindern und karriere eindeutig besser machen und diese länder haben auch weniger schwierigkeiten mit der reproduktion.
in österreich wird man vielerorts gemobbt wenn man zb als mann in karenz geht. in skandinavien gibt es hingegen schon oftmals die umgekehrte einstellung: zb kommt man in vielen betrieben als vater für eine führungsposition nur dann in frage wenn man auch in der papakarenz war, weil das dort als zeichen für verantwortungsbereitschaft gilt.
ich hoffe dennoch dass unsere gesellschaft bald umdenkt und die vereinbarkeit von familie und karriere verbessert! kein job soll eine alles-oder-nichts-entscheidung sein, und schon gar nicht der arztberuf!
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Ich denke man muß hier auch zwischen Ausbildung und Facharzt / Allgemeinmediziner unterscheiden. Als letzteres bin ich wesentlich flexibler, aber in der Ausbildung ist die Arbeitsbelastung (in einigen Fächern, u.a. auch AM-Turnus) nun mal enorm und mit einer Familie schwer vereinbar.
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Aber wieso tut Dir ein Kinderloser leid, der beruflich flexibel ist? Hat nach meiner Erfahrung auch was mit Kollegialität zu tun nicht um 13h oder nach der Dienstübergabe den Kollegen alles hinzuschmeissen und mit "Hinter mir die Sintflut!" abzurauschen.
So haben wir es im Turnus jedenfalls nicht gehandhabt und ich finde wir waren ein vorbildlich eingespieltes Team.
war etwas mißverständlich ausgedrückt. aber auch jemand, der keine kinder hat, hat auch ein privatleben neben der arbeit und vielleicht auch nicht immer so lange bleiben, wies dem operateur/wemauchimmer gefällt, sondern hat - hoffentlich- auch andere sachen zu tun.
kollegialität heißt nicht, permanent für den arbeitgeber kh da zu sein. das meinte ich damit.
und ich wehre mich genauso gegen spezielle kollegen, die nach dem "hinter mir die sintflut"-prinzip leben, aber das hab ich mit meiner aussage auch nicht gemeint.
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das problem ist, dass man mit 18 noch nicht weiss, dass man als Frau mit Kinderwunsch in der Medizin nichts zu suchen hat! Es ist nun mal ein Beruf den man entweder voll oder gar nicht machen kann!
Zieh die 3 Jahre durch, dann mit Ius auf 20 Std. Basis stumpfsinniges Blutabnehmen in nem Labor! Damit hast du Zeit für deine Kinder und verdienst auch einwenig nebenbei!
Verstehe einfach nicht wieso man sich als Frau das Leben so unnötig schwer machen muss, wo es doch da draussen so viele schöne familienfreundliche Jobs gibt...teilweise muss man sagen...selber schuld!
Dzt gibt es aber 60% Frauen und 40% Männer im Turnus! Früher oder später (vll in 120 Jahren wenn es schnell geht) wird sich einiges ändern müssen.
Ist das dein ernst?
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@medifuss: Du bist ja ein lustiger Buckelfipps!
Dann sieh mal zu, dass du schnell ein Frauchen findest, die ein paar Stunden / Woche in einem Labor ein kleines Zubrot verdient, während du am Chirurgentisch Marathondienste und die große Karriere machst

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Hhhhmmm, ich kann nur aus Steyr berichten:
Wir haben hier gute Erfahrungen mit den Teilzeit-Turnusärzten. Und nein, es sind nicht nur die Mütter, die in Teilzeit gehen, sondern auch die Väter ! Unser Modell hier ist etwas etwas anders, weil bei uns werden immer dann Teilzeiten problemlos genehmigt, wenn sich zwei KollegInnen dafür zusammentun - kurzum, aus einer Stelle werden zwei Teilzeitstellen.
Die Teilzeitkräft arbeiten auch nicht 50%, sondern 57% - was dazu führt, dass drei Monate Teilzeit als zwei Monate Vollzeit Turnus anrechenbar sind, d.h. der Turnus verlängert sich in der Teilzeit nur um 50%.
Viele nützen die Teilzeit auch für längere Urlaube, so arbeitet z.B. ein Partner die ersten sechs Wochen, der andere die folgenden sechs Wochen.
Insgesamt haben wir damit gut Erfahrungen, ganz im Gegensatz zu den weiter oben geäußerten Bedenken: die Möglichkeit, dass beide Teilzeit-Partner am gleichen Tag anwesend sind (und dafür beide an einem anderen Tag fehlen), ermöglicht einen deutlichen flexibleren Dienstplan für die anderen. Weil so können beispielsweise eine Woche zwei KollegInnen gleichzeitig auf Urlaub sein, wenn beide Teilzeit-TÄ anwesend sind, etc...
Noch ein Nebeneffekt: bei den Flaschenhalsfächern (z.B. HNO bei uns) gibt es dadurch mehr Platz für die anderen. Weil in drei Monaten haben zwei TÄ die HNO in Teilzeit absolviert. Wäre die gleiche Stelle durch Vollzeitkräfte besetzt, sind nach drei Monaten nur eineinhalb (zwei Monate plus eines) TÄ mit der HNO fertig.
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Ad lophostoma: Funktioniert die Rotation dann auch nach dem Prinzip 2 Tz-TÄ=1 TA, d.h. wechseln die dann synchron die Fächer?
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Find ich wirklich schön zu hören, dass das in Steyr funktioniert.
Es gibt auch in Ö ein paar innovative und intelligente Menschen, freut mich!!!
Finde die 57% auch sehr schlau, macht wahrscheinlich Besprechungen u.a. leichter...
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Ich bin begeistert. Das klingt echt gut und ist Beweis das es funktioniert, wenn der Dienstgeber will.
Ich habe drei kinder (1,3,5), bin jetzt noch zuhause, beginne aber am 1. Feb in der Rudolfstiftung zu arbeiten. Hab ein ziemlich ungutes Gefühl die Vereinbarkeit von Familie und Beruf betreffend.
Mit Kollegen die solche Vorurteile bzgl Leuten mit Kindern haben wirds schwierig. Keiner macht gern zusätzlich Dienste, keiner bleibt gerne ungeplant länger, etc. - aber jeder muß es wohl machen und jeder wird ab und zu nicht können, warum, obs die Kinder sind oder irgendwelche anderen Termine, ist dabei ja egal.
Jemand der Kinder zuhause hat kommt nicht vom Dienst nach Hause, schläft sich aus oder lagert die Füße hoch, das sollten sich TA ohne kinder auch einmal überlegen. Kinder sind wunderbar, in unserer Arbeitswelt aber tatsächlich eine Mehrbelastung. Ich denke daher schon das Teilzeitmodelle mit entsprechend weniger Gehalt und längerer Ausbildungszeit bzw ein bißchenRücksichtnahme Sinn machen. Wer noch keine Kinder hat wird vielleicht mal welche bekommen und dann auch froh sein wenn jemand Verständnis hat...
Sollte jemand mit mir eine TA Stelle teilen wollen, egal ob beim KAV od in einem anderen Spital, wichtig ist nur Wien bzw. gut erreichbar von hier - mit Kindern ist man nämlich auch weniger flexibel - und dies vom KH her möglich sein, bitte melden!!!!
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Jemand der Kinder zuhause hat kommt nicht vom Dienst nach Hause, schläft sich aus oder lagert die Füße hoch, das sollten sich TA ohne kinder auch einmal überlegen.
Ääääh, nein. was einer privat nach Dienstschluß macht, ist den TÄ ohne Kinder grundsätzlich einmal egal. In Einzelfällen wird im Sinne der Kollegialität natürlich Rücksicht genommen, aber eine systematische Rücksichtnahme auf dei speziellen Bedürfnisse von Kollegen mit Kindern kann man von den Kollegen eigentlich nicht verlangen.
Eventuell, bei entsprechendem Personalbedarf, vom Dienstgeber, aber nicht von den kinderlosen Kollegen, die genauso Dienstnehmer sind, wie die kinderhabenden.
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Ich denke man muß hier auch zwischen Ausbildung und Facharzt / Allgemeinmediziner unterscheiden. Als letzteres bin ich wesentlich flexibler
inwiefern flexibler?
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@luosle: Ein bischen Rücksicht nehmen tue eh alle, aber aus deinen worten klingt schon wieder etwas da Killerargument und ein privilegierter Sonderstatus mit Recht auf Dienst nach Vorschrift raus. Genau solch eine Einstellung ist es, die zu Problemen (kein entgegenkommen, Mobbing und Anfeindugnen etc. führt).
Denn auch alle Turnusärzte ohne Kinder haben ein Recht auf ein Privatleben und Freizeit. Es geht niemanden etwas an, wie diese verbracht wird! Ob man dort auch etwas Arbeitet, den Hobbies nachgeht, ein Haus baut oder sich selbst eine Familie aufbaut und seine Beziheungen pflegt oder einfach einmal faul ist! Das ist das Recht eines jeden Einzelnen zu machen was sie/er will.
Solltest du mit so einer fordernden Einstellung die Arbeit beginnen geb ich dir die Garantie, dass du überall anecken wirst und das auch in Häusern wo Turnusteilzeit üblich ist und dann wohl kaum wer dir irgendwo auch nur ein Stück entgegenkommen wird! Ohne Kompromissbereitschaft und Entgegenkommen auch von Teilzeit TAs wird es nicht funktionieren!
LG,
Egoist
Das einzige was im Leben wirklich zählt, das bin ich!
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Ich denke man muß hier auch zwischen Ausbildung und Facharzt / Allgemeinmediziner unterscheiden. Als letzteres bin ich wesentlich flexibler
inwiefern flexibler?
Flexibler in Bezug auf Arbeitszeit im Krankenhaus vs in der eigenen Ordi.
Flexibler in Bezug auf Inhalte (in der Ausbildung muß ich in einer gewissen Dauer (3 Jahre oder 6 jahre) gewisse Mindestanforderungen erbringen - als FA kann ich mir (in Verhandlung mit dem Dienstgeber) aussuchen, was ich mach oder nicht).
--> Bsp. Auf der Internen, wo ich Turnus gemacht habe, gab es einen OA, der nur Montag und Mittwoch und hda nur für die Endoskopie gekommen ist und darüber hinaus nur 1-2 Dienste an Wochenenden gemacht hat. Ansonsten war der in seiner Ordi mit selbstgewählten Ordi-Zeiten.
Wenn ich an der selben Abteilung Turnus oder Interne-Ausbildung mache, geht das nicht.
Oder die Stationsärztin (Allgemeinmedizinerin) auf der Chirurgie, die nur Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag vormittag da war udn keine ND gemacht hat.
Wenn ich an der selben Abteilung Allgemeinmedizin-Ausbildung mache, geht das nicht.
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Mal eine andere Frage. Kann man in Oesterreich eigentlich vier Tage per Woche arbeiten. Dass man also einen Tag unter der Woche frei hat. In Holland und Belgien ist das moeglich und wird sehr oft gewaehlt.
Ist, denke ich Vereinbarungssache zwischen Dienstnehmer und Krankenhaus.
Und wie oft kommt so etwas in Oesterreich vor? Momentan hab ich das Gefuehl (auch wenn ich mit Kollegen telefoniere), dass solche Regelungen noch vollkommen unbekannt sind. Kollegen sind eher ueberrascht, dass so etwas gibt. In Holland haben Arbeitsgeber eher das Problem noch jemanden zu finden der 5 Tage/Woche arbeitet. Es soll natuerlich nicht verschwiegen werden, dass das es auch NAchteile hat (Pension etc.).
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Ad lophostoma: Funktioniert die Rotation dann auch nach dem Prinzip 2 Tz-TÄ=1 TA, d.h. wechseln die dann synchron die Fächer?
Jup, es besetzen immer zwei Teilzeit-TÄ eine TA-Stelle. Sind also auf einer Abteilung üblicherweise 4 TÄ, dann sind es mit einem TZ-Pärchen 3 Vollzeit-TÄ und 2 Teilzeit-TÄ. Anders würde der Betrieb kaum aufrechthaltbar sein (wenn sozusagen "eine halbe Stelle fehlt.
Üblicherweise machen die Kollegen 3 oder 6 Monate, d.h. es wird das Fach in der TZ nicht gewechselt. Sollte das doch notwendig werden, haben wir eigentlich immer eine Lösung gefunden (z.B. die TZ-Paare neu zusammengesetzt...)
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Schade, dass Steyr so weit weg is....
War die Situation dort schon länger so oder gabs einen Anlass für die Teilzeit-Schaffung?
Scheinbar stehen ja alle ziemlich dahinter und es klingt auch nicht nach Reibereien.
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Mal eine andere Frage. Kann man in Oesterreich eigentlich vier Tage per Woche arbeiten. Dass man also einen Tag unter der Woche frei hat. In Holland und Belgien ist das moeglich und wird sehr oft gewaehlt.
Ist, denke ich Vereinbarungssache zwischen Dienstnehmer und Krankenhaus.
Und wie oft kommt so etwas in Oesterreich vor?
In der Ausbildung wohl eher selten. Auf FA und Stationsarzt-Ebene sehr häufig.
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@egoist und schallvogl: So war das nicht gemeint, ich schrieb ja auch das jeder manchmal mehr arbeiten muß und dies keiner vermutlich gern tut, ob mit oder ohne kinder.
Ich hab zwischen den Kindern gearbeitet und bin nie irgendwo angeeckt, meine Kinder sind so betreut das es sehr wohl möglich ist länger zu bleiben, bzw. Dienste zu übernehmen. Es macht das ganze nur nicht leichter, Teilzeitmodelle allerdings schon - das wollte ich zum ausdruck bringen, mehr nicht.
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@ silvi2412: Hat unterschiedliche Gründe, hier nur ein paar die ich selber mitbekommen habe als ich noch Turnusarzt war:
Mit nur 20 Stunden als Teilzeitkraft dauert der Turnusdann insgesamt 6 Jahre, weiters gibt es oft organisatorische Probleme was den Rotationsplan betrifft und die maximal erlaubten TA auf einer Station. Als Beispiel wenn ein Teilzeit TA auf eine Station mit 3 Turnusarztstellen kommt sind in Summe also nur 2,5 TA dort, ein weitere 1/2 TA kann dort nicht hin versetzt werden. Es gibt viele schlechte Erfahrungen in den meisten Häusern was die Dientsbereitschaft solcher Teilzeit Turnusärzte/innen betrifft, vor allem was Dienste an wocheneden und Feiertagen betrifft! was natürlich zu Probleme mit allen anderen Turnusärzten führt.
Viele wollen auch die längere Ausbildungsdauer von 6 Jahren nicht!
Kleinere Häuser sind oft personell so knapp besetzt das keine oder nur sehr wenige Teilzeit Turnusärzte verkraftbar sind, ohne das die Stellenzahl erhöht wird oder Leute illegeale Arbeitsstundezhalen bekommen.
Wenn jemand Teilzeit mit "nur" 30 Stunden/Woche macht kann der Turnus auch in 3 Jahren abgeschlossen werden, was natürlich zu Unmut, Streiterein und Mobbing durch die Kollegenschaft führt.
Teilzeitkräfte sind schlechter einplanbar für den regulären Ablauf und die Arbeitseinteilung auf einer Abteilung, da sie wenn sie einen Dient in der Woche machen, die rerstliche Woche eigentlich nicht mehr anwesend sind und trotzdem Überstunden machen die sie in der folgenden Woche wieder abbauen müssten und ergo ebenfalls weniger da sind.
Turnusärztemagel in vielen Häsusern wäre allerdings wieder ein Argument für eine Erleichterung des Teilzeitturnus, obwohl hier sicherlich viel Druck bestehen würde mehr zu arbeiten oder doch als voller TA sich ummelden zu lassen!
LG,
Egoist
Das einzige was im Leben wirklich zählt, das bin ich!