Hilfe für nicht versicherte Menschen - Amber MED
Aus gegebenem Anlass stellen wir die medizinische Hilfseinrichtung Amber MED vor. Amber-Med wurde 2004 von der Diakonie Flüchtlingsdienst gegründet und wird seit 2006 in Kooperation mit dem Österreichischen Roten Kreuz geführt. Über 100.000 Frauen, Männer und Kinder in Österreich sind nicht krankenversichert..............
Amber-Med bietet diesen Menschen ambulante medizinische Behandlung mit Medikamentenhilfe und sozialer Beratung an. Die Hilfe erfolgt anonym und unbürokratisch und steht allen Menschen, die krank sind oder körperliche Beschwerden haben, zur Verfügung.
Das 50-köpfige Team – bestehend aus ÄrztInnen, TherapeutInnen, DolmetscherInnen und AssistentInnen – arbeitet ehrenamtlich und versorgt jedes Jahr rund 800 PatientInnen aus mehr als 70 Ländern. 10 Prozent der PatientInnen sind unter 18 Jahre. Zu den PatientInnen der Ordination im Süden Wiens zählen AsylwerberInnen, MigrantInnen, aber auch EU-BürgerInnen und ÖsterreicherInnen mit akuten und/oder chronischen Krankheitssymptomen, die nicht krankenversichert sind. Teilweise kommen die PatientInnen aus ganz Österreich, um die Amber-Med Ordination aufzusuchen.
2011 liegt der Schwerpunkt im Aufbau eines speziellen Beratungs- und Betreuungsangebotes für Schwangere, Babys, Kleinkinder sowie Kinder und Jugendliche im Bereich Gesundheit und Gesundheitsvorsorge.
Die medizinische Betreuung von Amber-Med umfasst:
Allgemeinmedizinische Ordination – 3 Mal pro Woche ohne Voranmeldung
Facharzt für Kinder-und Jugendmedizin sowie begleitende Betreuung der Mütter
Diabetes- und Bluthochdruckbetreuung
Schwangerschaftstest
Gynäkologische Untersuchung, Begleitung von Schwangeren, Beratung zur Familienplanung
Neurologische Facharztdiagnostik und –beratung
Kostenfreie Abgabe von Medikamenten nach ärztlicher Verordnung
Die soziale Betreuung von Amber-Med umfasst:
Klärung zu Fragen möglicher Krankenversicherung und Existenzsicherung
Information über speziell ausgerichtete Beratungsstellen
Interventionen bei entstandenen Kosten durch Krankenbehandlungen
Unterstützung bei der Beschaffung kostenfreier bzw. kostengünstiger notwendiger Heilbehelfen
Aufzeigen von realistischen Lebensperspektiven
Frauenberatung
Soziale Krisenintervention
Im Rahmen des neuen Projektes MEDUNA bietet Amber-Med kostenfreie professionell geführte Frauengruppen zu verschiedenen Themen der Gesundheitsvorsorge wie Ernährung, Bewegung, Schwangerenbegleitung, Erziehungsfragen, etc an.
Amber-Med wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Gesundheit, der Wiener Gebietskrankenkasse, dem Fonds Soziales Wien und dem Fonds Gesundes Österreich finanziert. Da die öffentlichen Mittel nur die Hälfte des Budgets abdecken ist Amber-Med auf private Spenden und der Organisation von Charity-Veranstaltungen angewiesen.
Für Fragen zu ehrenamtlicher Mitarbeit und/oder Sach- oder Geldspenden können Sie sich gerne an carina.spak@ambermed.at oder 01/589 00 – 847 wenden.
Amber Med ist der Gewinner des diesjährigen Bank Austria Förderpreises. Das interessante Interview mit der Leiterin Fr. Spak findet ihr hier: http://hosting1.ba-ca.com/foerderpreis/index.php?page=interview
Am 21.10 heißt es Feiern und Engagement zeigen
Med&LAW und MEDIZINSTUDIUM.at, unterstützen Amber MED im Rahmen der Semester Opening Party im Cafe Leopold. Nach dem Motto “Kollegen helfen Kollegen” zählen wir auf eure Spenden!
AR
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Kommentare
Forum Moderator
http://www.orf.at/stories/2081260/
“If you can't explain it simply, you don't understand it well enough”
Albert Einstein
@schallvogl:
du verstehst nicht was ich meine: diese menschen müssen aktiv um eine krankenversicherung ansuchen und nachweisen dass sie zb arbeitslosenunterstützung erhalten.
viel unbürokratischer und einfacher wäre es zu sagen, ALLE legal in Ö lebenden menschen sind AUTOMATISCH (nämlich mit dem eintrag ins melderegister) krankenversichert! das würde unglaublich viel bürokratie und kosten einsparen, sowie diesen menchen es ersparen, aktiv den bittsteller zu spielen, was ja ein hindernis für viele arbeitslose/obdachlose menschen ist das ihnen zustehende recht in anspruch zu nehmen.
aber auch als student ist es mir passiert dass ich unwissentlich (!) nichtversichert war, und musste nach zb einem sommerjob oder einer geringfügigen beschäftigung wieder aktiv bei meinen eltern mitversichert werden, nachdem ich bei einem arztbesuch draufgekommen bin dass ich keine krankenscheine mehr bekomme. ich finde sowas ist lächerlich und umständlich.
edit: irgendwie funktioniert die antworten-funktion bei mir nicht. die beiträge erscheinen daher nicht in dem thread in den sie gehören...
Da hast Du völlig Recht. Dazu müsste das System aber von grund auf geändert werden.
ich verstehe die diskussion auch nicht. ich finde es einfach nur beschämend dass ein so reiches land es sich nicht leisten will, ALLE in österreich legal lebenden menschen automatisch krankenzuversichern, unabhängig vom beschäftigungs- oder familienstatus. in anderen ländern (zb skandinavische länder, UK, neuseeland, ...) ist dies selbstverständlich und hilft auf dauer sogar kosten im gesundheitswesen zu sparen.
edit: war als antwort auf die diskussion weiter unten gedacht!
Das ist doch eh der Fall. Aufgrund der komplexen, historisch gewachsenen Struktur des Systems fallen einzelne primär durch den Rost (das sind aber wirklich ganz wenige), aber sogar die kommen letztlich über Umwege auf eine angemessene medizinische Versorgung.
Ich habe eher den Verdacht, daß bei den angeblichen 100.000 (eigentlich eh nur 50.000) sehr viele miteingerechnet sind, die eben NICHT legal in Österreich leben bzw. rein aus sozialen Zwecken aus osteuropäischen Ländern zugewandert sind.
Vinzi-Dorf in Graz und so.
deinen nicht näher untermauerten verdacht, es handle sich um nicht legal in Ö lebende menschen, kann ich nicht nachvollziehen. vielleich kannst du ja quellen oder statistiken dafür angeben.
Administrator
Stimmt, damit sind alle Medien Ö im Klub der Panikmacher....lieber Schallvog...Ich hab deine u.g. Frage, oder nennen wir es besser Anschuldigung, an die Direktorin der Amber Med weitergeleitet (die Begründung für dein in Frage stellen bleibst du aber wie immer schuldig;-), also sollten wir mal die Wiener Tafel unterstützen, holen wir uns vorher das ok bei dir:-), denn schließlich ist ja die Aussage : 12% der Ö armutsgefährdet auch reine Panikmache
ps: es steht 100.000 in Österreich (feiner Unterschied der meiner Meinung nach deine ganze Rhetorik deplaziert macht)
Du gibst Dir im PS die Antwort selber.
Dieser feine Unterschied nährt meinen Verdacht, da man mit dieser Formulierung explizit jeden einschließt, der sich physisch auf österr. Boden aufhält, unabhängig von Aufenthaltsstatus und sonstigen Kriterien. Und das formuliert man mMn nicht zufällig so, um die werten Spender in die Irre zu führen.
Und ad "armutsgefährdet": Bestes Beispiel für meine Argumentation von Panikmache. Wenn man sich mal genau die Kriterien anschaut, nach denen diese "Armutsgefährdung" definiert werden, so merkt man, daß diese mit echter Armut bestenfalls am Rande was zu tun haben. Diese Kriterien werden bewußt so gewählt, daß sie eine möglichst große Zahl an menschen einschließen, mit der man dann in den medien Panikmache erzeugen kann.
Mit der meldung "1000 Menschen in Österreich armutsgefährdet." wird man nicht so leicht in die Medien kommen, bzw. Spendengelder aquirieren.
Administrator
ich finde deine ganze Argumentation echt xxxxxxx, wenns auch nur 50.000 oder 10.000 sind, wir leben in einem der reichsten Länder der Welt, und auch illegal hier befindliche Menschen haben Rechte, evt. gehörst ja du zu den Ärzten, die da Hilfe verweigern. ich finde es ist Aufgabe des Staates sich darum zu kümmern, aber anscheinend tut er das nicht, sonst würde es ja keine Organisationen wie die Tafel, Diakonie, Amber Med usw. geben, denen es wahrlich nicht an Arbeit mangelt!
bzgl. armut, na no na sind die kriterien in europa anders als in afrika, bei uns spricht man auch von relativer armut, menschen, dazu gehören z.b. allein erziehende die von weniger als 780.-€ leben müssen, sind in meinen augen auch armutsgefährdet, was glaubst bleibt am ende des tages übrig?.... und oft verdienen diese menschen mit arbeit weniger als wenn sie nur sozialleistung bekommen, diese müssen sie erst mal beanspruchen, und da ist die scham viel größer als du glaubst, das gleiche gilt für die versicherung.
Die können sich kümmern um wen sie wollen. Ich würde mir nur ein wenig mehr Redlichkeit bei den Fakten wünschen und nicht diese so drehen, damit es möglichst dramatisch klingt, den Leuten möglichst nahe geht und das Spendengeld möglichst locker sitzt.
wie oft schreibt ihr eigentlich noch "aus gegebeneN anlass"? herbert prohaska am werk?
Normalerweise würd ich mich für den Hinweis bedanken, bei deiner Wortwahl verzichte ich gerne darauf...
Yo, yo, yo! 1-4-8, 3 to the 3 to the 6 to the 9! Representin’ the ABQ!
Lieber chrisxe,
vor Auslassungspunkten ist ein Leerzeichen zu setzen. Weiters fehlt bei würd' das Apostroph. Falls du bis jetzt dachtest, dass Apostrophe für den Genitiv und den Plural sind, muss ich dich leider enttäuschen.
warst du eigentlich in der schule der klassenclown?
sehr interessant. noch ein weiteres völlig sinnfreies post von dir. danke.
Yo, yo, yo! 1-4-8, 3 to the 3 to the 6 to the 9! Representin’ the ABQ!
Forum Moderator
Den angemessenen "Tonfall" vermisse ich hier des öfteren.
“If you can't explain it simply, you don't understand it well enough”
Albert Einstein
Lieber powercraft,
des Öfteren schreibt man groß.
Die Zahl 100.000 bezweifle ich ernsthaft. V.a. wenn man bedenkt, daß z.B. in Wien die paar Nicht-Versicherten über die MA12 versorgt sind. Da hat sich wohl zumindest eine 0 zuviel reingeschlichen.
zuerst informieren, dann zweifeln.
http://derstandard.at/1269045766734/100000-Oesterreicher-sind-nicht-kran...
Redaktionelle Mithilfe gesucht: Email an redaktion(et)MEDIZINSTUDIUM.at!
Naja gut. Die Hälfte jener 100.00 wäre schon mal anspruchsberechtigt aber nimmt es aus irgendeinem Grund nicht in Anbspruch. Bleiben schon nur 50.000. Und die bekommen ihre medizinische Versorgung weitetsgehend über entsprechende Sozialämter der Bundesländer.
ok und worauf willst du bitte hinaus??
Redaktionelle Mithilfe gesucht: Email an redaktion(et)MEDIZINSTUDIUM.at!
Daß hier zu Fundraising-Zwecken für diese Organisation Panikmache betrieben wird.
Man sollte eher danach trachten, daß alle, die Anrecht auf eine Versicherung haben, diese auch in Anspruch nehmen, anstatt hier unter dem Charity-Deckmantel Parallelstrukturen zum regulären Gesundheitssystem zu fördern. Das Netz in Österreich ist so dicht, daß es das nicht braucht.